6 spannende Fragen zum Thema “Wie kann ich meine Trainingsleistung ins Spiel übertragen?

Immer wieder hört man, dass wichtige Spiele im Kopf gewonnen werden. Entscheidend ist hier die mentale Stärke. Aber was bedeutet es, mental stark zu sein und wie kann man das trainieren?

Antworten darauf gibt dieser Bericht

Wenn einem im Punktspiel alles gelingt, läuft es dem Spruch nach wie im Training. Hier könnte man sich die berechtigte Frage stellen, was sich im Punktspiel so sehr verändert, dass man nicht mehr so befreit wie im Training aufspielen kann. Genau damit beschäftigt sich das mentale Training.

Hier nun 6 spannende Fragen zum Thema “Wie kann ich meine Trainingsleistung ins Spiel übertragen?“

1. Überall hört und liest man von mentaler Stärke. Aber was heißt das überhaupt?

Es ist im Grund ganz einfach. Mentale Stärke heißt, dass ich das, was ich im Training leiste, auch abrufen kann, wenn es drauf ankommt. Ich bringe also meine volle Leistung, egal ob es im Training oder im Punktspiel ist

2. Warum haben hier viele Fußballer Probleme damit?

Viele Fußballer sagen, dass der Druck im Punktspiel viel größer ist. Was bedeutet Druck? Bei Spitzensportlern bekommt man dann eigentlich immer die gleichen Antworten, nämlich die Öffentlichkeit, die Medien, der Gegner, die Mannschaft und der Trainer.

Aber wenn man einmal genauer nachfragt, merkt man schnell, dass der Fußballer sich im Wettkampf eigentlich immer selber unter Druck setzt. Ganz selten ist beispielsweise der Fall, dass wenn man diese Spiel nicht gewinnt, oder aufgrund schlechter Leistung aus dem Kader fliegt oder Ähnliches.

 Das wäre schon dramatisch ist aber ganz selten der Fall. Meistens drohen gar keine Konsequenzen, sondern man setzt sich eben selber unter Druck. Dann kommen irrationale Gedanken dazu, dass andere schlecht über einen reden oder man keine leichten Fehler machen will. Aber das passiert nur im eigenen Kopf. Und das verstehen die Fußballer auch relativ schnell und daran kann man dann arbeiten. Man muss also die irrationalen Gedanken loswerden, die einen im Kopf bremsen.

Das ist aber grundsätzlich das gleiche Prinzip, ob man der schlechteste in seinem Verein ist oder der beste der Welt, man muss sich immer damit beschäftigen, was zwischen den Ohren passiert. Und man will ja im Wettkampf immer seine beste Leistung zeigen.

4. Und warum haben dann Amateurfußballer öfter Probleme, ihre Trainingsleistung im Wettkampf umzusetzen?

Amateurfußballer wollen ja auch siegen und im Rahmen ihrer Möglichkeiten zeigen, was sie können und bauen sich selber entsprechend Druck auf. Man definiert sich ja auch öfter über sportlichen Erfolg

5. Und wie kann ich das erreichen? Kann man mentale Stärke auch trainieren?

Zuerst muss man sich fragen, ob der Fußballer auch wirklich mit dem Kopf bei sich ist. Oft gibt man für Misserfolge externen Gründen die Schuld wie z.B. es ist zu kalt, der Boden war zu nass oder der Rasen so hoch.

Man schiebt schnell die Schuld auf andere und dann muss man sich nicht mit sich selber auseinandersetzen. Oft sucht man auch die Schuld bei sich, für die man nichts kann. Man ist schlecht drauf oder die Wade zieht. Auch gibt man sich nicht wirklich selber die Schuld für schlechte Leistung sondern sucht sie bei Faktoren, die man nicht ändern kann.

Das ist eine Art Schutz, die auch nicht verboten ist, aber wenn man immer wieder Spiele verliert, die man eigentlich nicht verlieren dürfte, dann fängt man an, sich mit sich selber zu beschäftigen.

Als erfolgreicher Fußballer, egal in welcher Klasse, muss ich daran arbeiten, dass ich meine Gedanken erkenne, wenn sie negativ sind, um entsprechend darauf reagieren zu können.

Hier hilft ein Gedankenstopp bei dem ich mir das herhole, was ich brauche. Und das ist, alles Negative zu vergessen, was passiert ist und mich nur auf die nächste Situation zu konzentrieren, dass die nächste Aktion gut wird.

Wenn der Fußballer merkt, dass er sich mit negativen Ereignissen beschäftigt, kann er zum „Gedankenstopp“ greifen und seine negativen Gedanken zum Beispiel symbolisch an die nächste Wolke hängen um sich dann wieder positiv gestärkt und mit freien Kopf mit der nächsten sportlichen Aktion beschäftigen.

6. Kann man mentale Stärke auch außerhalb des Wettkampfes trainieren?

Das geht sogar sehr gut. Zum einen kann man sich bestimmte Situationen zuhause vorstellen und sich überlegen, wie man sich darin verhält, ob man beispielsweise rechts oder links an einem Gegenspieler vorbei geht oder wie die Bewegung beim Torabschluss ausschaut.

So festigt man Bewegungen und lernt, besser in bestimmten Situationen richtig zu reagieren. Zum anderen kann man sich bestimmte Spielsituationen vorstellen, wie hohe Führungen oder große Rückstände, und wie man am besten damit umgeht.

Gerade wenn es dann nicht so läuft, wenn man beispielsweise dabei ist, hohe Führungen aus der Hand zu geben ist dies eine wunderbare Unterstützung wieder auf seine volle Leistung zurückgreifen zu können.

Wer sich damit befasst und dann im Wettkampf damit konfrontiert wird, weiß in der Regel besser, wie man damit umgehen kann.

Ich wünsche dir nun viel Erfolg und das du ab sofort deine Top Trainingsleistung auch im Spiel abrufen kannst!

Viele Grüße

Jürgen Kipper

www.fussball-flow-akademie.de

About the Author Jürgen

Mein Name ist Jürgen Kipper. Ich bin Fußball Potenzial Trainer in der Fußball Flow Akademie und bilde junge Talent ab U12 und leistungsorientierte Spieler ab Oberliga / Bayernliga / Regionalliga zu Spielerpersönlichkeiten aus.

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